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CLT-UFA ist das europäische Broadcast und Production Powerhouse / Rekord-Umsatz und -Nettoergebnis in 1999 / Verlängerung der Wertschöpfungskette / Pläne für geographische Expansion

Luxemburg, 17. Mai 2000. CLT-UFA hat 1999 ihre Poleposition in der europäischen Rundfunklandschaft bestätigt, unterstrich der neue Vorstandsvorsitzende Didier Bellens anläßlich der jährlichen Bilanzpressekonferenz, die diesen Mittwoch in Luxemburg stattfand.

Drei Jahre nach dem Zusammenschluß von CLT und UFA hat die Gruppe ein Rekord-Nettoergebnis (Konzernanteil)  von € 415 Mio. erzielt. Das operative Ergebnis betrug € 152 Mio. Der Umsatz verzeichnete 1999 ein 5%-iges Wachstum, von € 3.063 Mio. in 1998 auf € 3.211 Mio. in 1999.

Dieser positive Trend bestätigt sich im ersten Quartal 2000. CLT-UFA erzielte ein nicht-testiertes Nettoergebnis von € 62 Mio. gegenüber € 25,9 Mio. im Vorjahr. Der Umsatz (Konzernanteil) wuchs um 13% auf € 783 Mio. im ersten Quartal 2000 gegenüber € 691 Mio. im gleichen Vorjahreszeitraum.

Didier Bellens, Vorstandsvorsitzender von CLT-UFA, sagte : „In einem sehr wettbewerbsintensiven Markt haben wir 1999 ein außerordentlich erfolgreiches Jahr verzeichnet. CLT-UFA ist ein äußerst rentables Unternehmen. Mit den vor uns liegenden Herausforderungen werden wir in der Lage sein, der unangefochtene Marktführer im Broadcasting- und Content-Bereich in ganz Europa und darüber hinaus zu werden.“

Die Stammgeschäfte von CLT-UFA im Free-TV, d.h. insbesondere RTL Television und M6, trugen wesentlich zu dieser hervorragenden Leistung bei. 1999 und im ersten Quartal 2000 tätigte die Gruppe strategische Investitionen auf dem Free-TV-Markt in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und Polen. Sie hat darüber hinaus ihre Position im Internet und den neuen Medien weiter ausgebaut.

Hohe Profite in den Stammgeschäften

Seit der Fusion haben die Free TV-Sender von CLT-UFA ihr Ergebnis um 84% pro Jahr gesteigert.

RTL Television, der größte Werbeträger Europas, hat nicht nur seine Marktführerschaft in der werberelevanten Zielgruppe der 14-49jährigen Zuschauer verteidigt, sondern auch die Marktführerschaft im Gesamtmarkt zurückerobert. Dies ist hauptsächlich auf die innovativen Formate des Senders zurückzuführen. RTL Television hat seine Rentabilität 1999 weiter gesteigert und eine Umsatzrendite von 16% erreicht.

In Frankreich hat M6 das Konzept von Spartensendern erfolgreich eingeführt und seine Stellung auf Platz zwei im Free-TV-Markt weiter ausgebaut. Der EBIT stieg um 23% von € 106 Mio. in 1998 auf € 130 Mio. in 1999. Der Umsatz erzielte Spitzenwerte von € 707 Mio. und verzeichnete damit einen Anstieg von 20% gegenüber 1998.

Das Radiogeschäft von CLT-UFA verzeichnet immer noch ein anhaltendes Wachstum und eine hohe Rentabilität. RTL Radio in Frankreich hat seine Marktführerschaft erfolgreich verteidigt und sein EBIT 1999 um 27% gesteigert. Die französischen Radiosender von CLT-UFA erzielten einen Hörermarktanteil von 24,4% und einen Werbemarktanteil von 35,4%.

Ohne Unternehmenskauf verzeichnete das Produktionsgeschäft in Deutschland ein sehr dynamisches Wachstum mit einem Anstieg des Umsatzes um 25% auf € 201 Mio. in 1999.

UFA SPORTS hat sein Marketinggeschäft weiter ausgebaut und ein starkes Wachstum bei Umsatz und Ertrag verzeichnet. Der Umsatz steigerte sich um 26% auf € 244 Mio. in 1999 gegenüber € 194 Mio. im Vorjahr.

Hohe Rentabilität durch verstärkte unternehmensinterne Zusammenarbeit

Im Hinblick auf eine Steigerung der Rentabilität initiierte CLT-UFA ein Programmversorgungsabkommen zwischen RTL Television, RTL II und Super RTL. RTL Television versorgt darüber hinaus auch M6 in Frankreich und RTL KLUB in Ungarn mit attraktiven Programmen. Diese Politik wird im kommenden Jahr konsequent ausgebaut.

Die Programmversorgung innerhalb der deutschen Senderfamilie schlägt mit einem positiven Ergebnis von € 50 Mio. zu Buche. RTL Television hat  mit Verkäufen innerhalb des Unternehmens über € 55 Mio. umgesetzt.

„Dies sind hervorragende Beispiele dafür, wie man Kosten kontrolliert“, sagte Ewald Walgenbach, Chief Operating Officer. „Bessere Verwertung von Programmrechten und Programmversorgungsabkommen wie z.B. die Zulieferung der Nachrichtenprogramme von RTL Television an RTL II weisen die Richtung, in die wir gehen müssen.“

Erfolgreiche Investitionen im Free-TV

1999 und im ersten Quartal 2000 hat CLT-UFA ihre direkte und indirekte Beteiligung an dem deutschen Free-TV-Sender VOX auf insgesamt 99,7% aufgestockt. Zum ersten Mal wird ein Sender direkter Gesellschafter eines anderen Senders – im Rahmen der deutschen Senderfamilie ist RTL Television mit 49,9% an VOX beteiligt. Die Gruppe hat darüber hinaus die bisher von BWTV gehaltenen 11% an RTL Television erworben.

CLT-UFA hat im Rahmen ihrer Strategie eines verstärkten unternehmerischen Einflusses ihre Beteiligung an dem französischen Sender M6 und dem englischen Sender Channel 5 erhöht. Mit der Fusion von CLT-UFA und Pearson TV wird der neue Konzern sogar eine Mehrheitsbeteiligung an Channel 5 halten.

Darüber hinaus hat CLT-UFA in den Niederlanden eine Grundsatzvereinbarung mit Vereniging Veronica zur Übernahme der 35%-igen Beteiligung an HMG unterzeichnet, wodurch CLT-UFA alleiniger Anteilseigner von HMG wird.

Fast alle Anlaufgeschäfte sind rentabel

Die Erträge der Anlaufgeschäfte stiegen 1999 um 68%. Super RTL in Deutschland erreichte 1999 die Gewinnschwelle – ein Jahr früher als geplant. Channel 5 in Großbritannien und RTL KLUB in Ungarn werden die Gewinnschwelle voraussichtlich im Jahr 2000 erreichen.

Der Erfolg von CLT-UFA schlägt sich in einer neuen Organisationsstruktur nieder

Drei Jahre nach dem Zusammenschluß von CLT und UFA wurde der Erfolg von CLT-UFA in Gestalt einer organisatorischen Umstrukturierung bestätigt. Die zweigeteilte Management-Struktur und Aufteilung der Zuständigkeiten wurde durch ein einheitliches Management ersetzt. Dies ist ein eindeutiges Zeichen, daß die Integration der beiden Unternehmen erfolgreich vollendet wurde.

Starke Position im Inhaltebereich durch Fusion mit Pearson TV

Die angekündigte Fusion von CLT-UFA, Europas führendem Radio- und Fernsehunternehmen, und Pearson TV, Europas Nummer Eins in Produktion und Rechtehandel, bestätigt CLT-UFA‘s Absicht, ein Broadcast und Production Powerhouse innerhalb und jenseits von Europa aufzubauen. Die sich ergänzenden Geschäftsbereiche von CLT-UFA und Pearson eröffnen neue Möglichkeiten für Synergien, Wachstum und Wertsteigerung.

Die Inhalte von Pearson TV werden die CLT-UFA-Sender bereichern, die diesen Inhalten damit Marktzugang verschaffen. Das neue Unternehmen wird sehr attraktiv für kreative Talente sein und daher sowohl im Bereich der Inhalteproduktion als auch der Programme sehr innovativ sein können. Das neue Unternehmen hat die richtige Größe, um seine Geschäftstätigkeit im Rechtehandel weiter auszubauen. Es wird als treibende Kraft auf dem europäischen Markt hoch attraktive Programme erwerben und eigene Inhalte in Packages und Output-Deals verkaufen können.

Die Fusion wird auch die geographische Expansion von CLT-UFA vorantreiben. Das neue Unternehmen hat Zugang zur spanisch-sprechenden Welt und wird darüber hinaus auf den schon bestehenden amerikanischen Aktivitäten aufbauen.

 

CLT-UFA ist das führende europäische Radio- und Fernsehunternehmen und hält Anteile an 40 Radio- und Fernsehstationen, die zumeist Marktführer sind (RTL Television in Deutschland, RTL Radio in Frankreich, HMG in den Niederlanden). CLT-UFA ist ebenfalls an verschiedenen Produktions- und Rechtehandelsunternehmen beteiligt (u.a. UFA Film- und TV Produktion in Deutschland und UFA Sports in Europa).



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RTL Group
Markus Payer
Head of Media Relations
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