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Die CLT erzielt Umsatzwachstum und stabile Profite in ihrem letzten Jahr vor der Zusammenführung mit der UFA - trotz starker Konkurrenz und allgemein schlechter Wirtschaftslage

CLT-UFA Luxemburg, 24. April 1997

Nach ihrer Verwaltungsratssitzung bestätigte das luxemburgische Medienunternehmen CLT stabile Profite und Umsatzwachstum in ihrem letzten Jahr vor der Zusammenführung mit der Bertelsmanntochter UFA. Das Unternehmen erzielte 1996 einen Gesamtumsatz von 92.766 Mio. LUF, welcher einem Wachstum von 4,76% bei konstantem Konsolidierungskreis im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Nach Berücksichtigung des Verkaufs und der Dekonsolidierung des französischen Verlags Télé Star, beträgt das Umsatzwachstum 1,7%. Die Gewinne stiegen auf 3.372 Mio. LUF, im Vergleich zu 3.335 Mio. LUF im Geschäftsjahr davor. Der Verwaltungsrat der CLT wird demnach eine Dividende von 122 LUF pro Aktie vorschlagen. Im Jahr 1995 belief sich die Dividende auf 120 LUF pro Aktie. Die TV-Aktivitäten von CLT erwirtschafteten rund 85% des Umsatzes, während die Bereiche Radio und Audiovisuelle Rechte zu rund 10% beziehungsweise 5% zum Umsatz beitrugen. Die deutschen CLT-Beteiligungen erzielten rund 58% des Gesamtumsatzes, während 18% in Frankreich und ca. 24% in den Benelux-Staaten erwirtschaftet wurden.

Die im Vergleich zum Vorjahr stabilen Gewinne wurden hauptsächlich durch außerordentliche Erlöse (7.946 Mio. LUF im Vergleich zu 1.578 Mio. LUF im Jahr 1995) beim Verkauf des französischen Verlags Télé Star und dem Gebäude des früheren CLT-Hauptquartiers in Luxemburg erzielt. Gleichzeitig mußte die CLT im letzten Jahr, Verluste, welche durch die Einstellung des deutschen Digitalprojekts Club RTL entstanden (4.127 Mio. LUF) und auch Investitionen in neue Projekte (TPS in Frankreich, Channel 5 in England), Super RTL, RTL2 und anderen Vorhaben (2.880 Mio. LUF im Vergleich zu 1.488 Mio. LUF im Jahr 1995) ausgleichen. Die Kerngeschäfte der CLT waren 1996 außerordentlich erfolgreich und deren gute Resultate konnten die rückläufigen Ergebnisse anderer Profitzentren, die einer zunehmend härteren Konkurrenzsituation auf dem europäischen Medienmarkt ausgesetzt sind, wettmachen.

Fernsehen

RTL Television konnte seine Marktführerschaft in Deutschland zum viertenmal hintereinander erfolgreich verteidigen und bleibt somit der erfolgreichste kommerzielle Fernsehsender und der größte Werbeträger Europas. Der Sender erzielte einen Zuschauermarktanteil in der wichtigsten Zielgruppe, von 19,3% und einen Werbemarktanteil von fast 30%. Der deutsche Marktführer konnte seine Gewinne auf 144 Mio. DM steigern, was einem substantiellen Wachstum gegenüber dem Vorjahr entspricht. In Frankreich erzielte M6 unter allen Fernsehstationen den höchsten Zuwachs an Zuschaueranteilen in der wichtigen Zielgruppe der unter 50-jährigen und erreichte einen Anteil von 16,5% in diesem Segment. Der Umsatz der M6-Gruppe erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 16,3% auf 2.375 FRF, sogar unter Berücksichtigung der 16,7 Mio. FRF Anlaufverluste von TPS.

Die CLT-Aktivitäten in den Niederlanden wurden im Laufe des letzten Jahres völlig neu strukturiert. Durch diesen Umstrukturierungsprozess gelang es der CLT durch Anteilskäufe von Mitgesellschaftern innerhalb der Holland Media Group (HMG) die Kontrolle zu erlangen, wobei sie allerdings ihre Gesamtbeteiligung von 47,3% auf 39,5% herabsetzte. Durch die Reorganisation konnte die CLT auch in den Niederlanden außerordentliche Erlöse erzielen. HMG erreichte auf dem niederländischen Free TV-Markt im vergangenen Jahr einen Zuschauermarktanteil von 36% und einen Werbemarktanteil von 57%. Gleichzeitig mußte sich HMG in einem überaus stark umworbenen und instabilen Markt durchsetzen. Deshalb weist das Betriebsergebnis einen wesentlichen Rückgang auf, teilweise durch die Anlaufverluste von Veronica bedingt.

Im Dezember 1996 startete das digitale Pay TV-Angebot TPS in Frankreich. TPS konnte innerhalb von drei Monaten mehr als 100.000 Abonnenten gewinnen und somit das gesetzte Plansoll übertreffen. Gleichzeitig schloß der Sender eine Reihe von Output-deals mit internationalen Partnern, wie z.B. Paramount und MGM, ab. Am 7. Dezember 1996 startete der polnische Privatsender RTL 7, der von Luxemburg aus den polnischen Markt bedient. Der Sender hat eine technische Reichweite von 35% aller polnischer Haushalte und erreicht damit rund 13 Mio. Menschen. Nur drei Monate nach Sendestart verzeichnet RTL 7 einen Zuschauermarktanteil von 2,2%. Am 30. März 1997 wurde in England Channel 5, ein neuer terrestrischer Free TV-Sender gestartet, an dem die CLT neben United News, Pearson und Warburg Pincus 29% der Anteile hält. Bis zum Sendestart mußte in einer groß angelegten Aktion Millionen von Videorecordern neu eingestellt werden, um technische Interferenzen zu verhindern und einen optimalen Empfang zu gewährleisten.

Radio

Zum 15. Mal hintereinander konnte RTL Radio in Frankreich seine Marktführerschaft erfolgreich verteidigen. Mit einem Hörermarktanteil von 19,5% (I/97) war RTL Radio die einzige Radiostation in Frankreich, der es gelang ihren Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr zu erhöhen. In einem besonders schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mußte RTL Radio eine Verringerung seines Umsatzes von fast 4% im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. FUN Radio erzielte einen Umsatz von 153 Mio. FRF und einen Hörermarktanteil von 4,2%. RTL 2 erhöhte seinen Marktanteil um 0,7% und schaffte es damit zum erstenmal die Marke von 2% zu überschreiten, ab der ein Radioprogramm in der offiziellen nationalen Marktforschung berücksichtigt wird.

CLT-UFA

Das Jahr 1996 wurde zum Meilenstein in der Geschichte der CLT. Durch eine strategische Allianz zwischen Audiofina und Bertelsmann entstand am 13. Januar 1997 das neue Unternehmen CLT-UFA - Europas größtes Rundfunk- und Entertainmentunternehmen. Die Zusammenführung von CLT und der Bertelsmanntochter UFA hat ein neues Medienunternehmen entstehen lassen, das für die Herausforderungen der zukünftigen Entwicklungen auf den internationalen Medienmärkten bestens gerüstet ist. CLT-UFA kann unter anderem auch auf eine neue, klare und starke Gesellschafterstruktur und auf die Ressourcen der beiden Gesellschafter Audiofina und Bertelsmann zurückgreifen. Mit Beteiligungen an 19 TV-Stationen, 22 Radiostationen in 10 europäischen Ländern und einer führenden Rolle in den Bereichen Produktion, Koproduktion und Rechteerwerb, ist das neue Unternehmen in einer starken Position, um sich erfolgreich mit allen großen Playern des globalen Entertainment-Marktes zu messen.



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RTL Group
Markus Payer
Head of Media Relations
Tel: (+352 42142-5020)
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